Karl Valentin Fan Blog

Willkommen auf dem einzig von mir autorisierten Blog über Karl Valentin

Neuer Film „Karl Valentin und Liesl Karlstadt“

Die bayerische Filmförderung „FilmFernsehFonds Bayern“ (FFF Bayern) teilt mit, dass sie die Herstellung eines K.V.-Filmes sponsert:

Karl Valentin und Liesl Karlstadt

FFF-Förderungssumme: 500.000 €
TV-Film

Produktion: Hofmann & Voges Entertainment
Regie: Jo Baier
Drehbuch: Ruth Toma
Sender: BR
Inhalt:
Drama/Biopic. Als Karl Valentin die Soubrette Elisabeth Wellano singen hört, ist dies der Beginn einer legendären kreativen und skurrilen Partnerschaft. Unter ihrem Künstlernamen Liesl Karlstadt wird sie auch zur großen Liebe im Leben des genialen Komikers.

Auf der „Starportraitseite Dr. Jo Baier“ auf kino.de wird der K.V. Film allerdings als Dokumentarfilm und nicht als Biopic bezeichnet. Was stimmt?

Bei der Filmförderung befindet sich der Film bereits in der Rubrik „In Produktion“. Bin gespannt, wann wir ihn zu sehen kriegen. Lt. Produktionstelegramm aus Professional-Production.de vom März 06 sollten die Dreharbeiten im Herbst 2006 stattfinden.

Von Jo Baier stammt auch die Dokumentation „Einmal im Jahr möcht‘ ich auch lachen können“, die als Bonus im DVD-Set „Karl Valentin & Liesl Karlstadt – Die Kurzfilme [Box Set]“ enthalten ist.dvd-box.jpg

Juni 21, 2007 Posted by | Video | Hinterlasse einen Kommentar

Wer A sägt, muss auch B sägen

Land / Jahr Deutschland 1914
Originaltitel Der neue Schreibtisch
Regie ?
Produzent Peter Ostermayr
Drehbuch Karl Valentin
Vorlage nach einem Münchener Bilderbogen von Emil Reinicke
Darsteller Karl Valentin
Produktion Münchener Kunstfilm Peter Ostermayr, München / Norman Dix-Film, München [1929]
Länge 1 Akt / DP: 1 Akt, 206 m
Format 35mm, s/w, 1:1.33, stumm
Zensur / FSK 1914 M. / NZ: 1929.05.17, M.03206, Jf.

Link zu Filmangaben

Aus dem Beitrag „Schadenfreude“ von Jan-Christopher Horak zu „Der neue Schreibtisch“:

Valentins Zorn richtet sich augenscheinlich gegen den Schreibtisch, der ihm nicht zu Willen ist, doch seine Aggressivität weist darauf hin, daß er sich selbst nicht leiden kann. Er ärgert sich darüber, daß ihn der Tischler übers Ohr gehauen hat; er kann sich selbst nicht ausstehen, weil er nicht in der Lage ist, einfache Handwerkerarbeiten zu verrichten; er leidet unter dem körperlichen Schmerz, den er sich selber zufügt.

Juni 21, 2007 Posted by | Video | Hinterlasse einen Kommentar

Die Akte Karl Valentin 33-45

Im Zusammenhang mit den Denunziationsvorwürfen in der SPIEGEL-Ausgabe 23/07 bezeichnet der bayerische SPD-Politiker Franz Maget die Erkenntnisse aus den Akten als „unhaltbare Nazi-Vorwürfe“. Valentin habe aus seiner „tiefen Skepsis gegenüber der Hitler-Herrschaft auch öffentlich keinen Hehl gemacht“ (Zitat nach Yahoo-News).
Das ist zweifellos richtig: die Akten zeigen jedoch auch den kleinlichen Denunzianten, der, obwohl unpolitisch, vermeintliche Gegner in Teufels Küche zu bringen gewillt war.
Im „Briefe“-Band der „Gesammelten Werke“ sind etliche der larmoyanten und anbiedernden Briefe an die Obrigkeit zu finden.
Es ist absolut ehrenhaft, Karl Valentin mit Verweis auf seine Kunst zu verteidigen. München und Bayern sollten tatsächlich stolz auf ihn sein. Aber seine Kunst und seine Weltsicht sind zutiefst menschlich und zum Menschen gehören auch Missgunst, Rache und Frust.
Man muss, wenn man Karl Valentin schätzt, auch seine dunkle Seite akzeptieren. Wegdiskutieren der Dokumente wirft nur ein schiefes Licht auf Herrn Maget selber.
Nachtrag vom 21.6.07:

Ein Beispiel für die „naive“ Racheverständnis von K.V. schildert Gunna Wendt in ihrer Liesl Karlstadt Biographie. Sie zitiert aus den Erinnerungen des Schriftstellers Eugen Roth, der nach einer Besichtigung von Valentins Gruselkeller (1934) sein Missfallen über die grauenvolle Ausstellung ausdrückt:

Zum Schluss […] sagte ich ihm rundheraus, dass ich für diese Abart seines Humors nichts übrig hätte, und zur Zeit schon gar nicht, wo eine schaudervolle Wirklichkeit jeden fühlenden Menschen mit Abscheu und Entstzen erfülle – ob er denn nichts von den Untaten in Dachau und in den Schinderstätten noch nichts gehört hätte.[…]
Nicht lange hernach traf ich ihn auf der Straße, er kam auf mich zu und lachte triumphierend: ‚Sie, weil Sie g’sagt hamm, dass Ihnen mein Gruselkeller net g’fallt – am selben Nachmittag war noch der Gauleiter Wagner da, was meinen S‘, wie der g’lacht hat! Ich hab ihm des erzählt, der Doktor Roth, hab i g’sagt, der hat sich so aufg’regt, so was, hat g’sagt, braucht man jetzt net künstlich machen, wo’s doch in Dachau und so an der Tagesordnung ist!‘
Seitdem bin ich überzeugt, dass der Mensch einen Schutzengel […] brauchen kann – selbst gegen den großen Komiker Karl Valentin.

Juni 20, 2007 Posted by | Kritik | Hinterlasse einen Kommentar

DRadio Kultur: Die kongeniale Partnerin Karl Valentins

Hier findet sich in Text und Ton (mp3, Flash) ein Beitrag vom 8.6.07 über Liesl Karlstadt, in dem die absolute Expertin für dieses Thema befragt wird: Gunna Wendt, die 2000 die sehr gute LK-Biographie im Piper Verlag veröffentlicht hat. Leider scheint das Buch nur noch gebraucht erhältlich zu sein. Dafür ist jetzt (April 07) ein neues Buch von ihr erschienen: „Liesl Karlstadt. Münchner Kindl und Travestie-Star“. Ich weiß nicht, ob das neue Buch andere Aspekte des Themas enthält, es ist jedenfalls nur halb so umfangreich.

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/633478/

Juni 12, 2007 Posted by | Kritik | Hinterlasse einen Kommentar

Kabarettgeschichte(n) – Hörbuch

Ein Ausschnitt aus dem Hörbuch Kabarettgeschichte(n): Karl Valentin und Liesl Karlstadt von Karin Köbernick (3 Min.) als mp3 oder stream.

Juni 12, 2007 Posted by | Literatur | Hinterlasse einen Kommentar

Das fröhliche Fallbeil

Sehr zu empfehlen ist das KV-Quiz „Können Sie linksrum denken?“ bei SPIEGEL-Online mit 10 harten Nüssen für Valentin-Kenner.

Frage 7 will wissen, warum Karl Valentin in seinem Garten in Planegg eine Guillotine im Garten stehen hatte. Die richtige Antwort findet sich im Bericht über das Interview mit Enkelin Anneliese Kühn.

Juni 8, 2007 Posted by | Presse | Hinterlasse einen Kommentar

Zwei Giganten


Helge Schneider würdigt Karl Valentin

Juni 7, 2007 Posted by | Video | Hinterlasse einen Kommentar